Der Schutzauftrag hat begonnen

 

Der Schutzauftrag der Fregatte „Augsburg“ hat begonnen (Quelle: Bundeswehr/Christian Kruse)

Verantwortlich für das Gelingen der Mission ist der 45-jährige Fregattenkapitän Jörg Mascow. „Während der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen auf dem amerikanische Schiff „Cape Ray“ leisten wir den Begleitschutz“, sagt der Kommandant der „Augsburg“. „Wir schützen den Verband gegen Bedrohungen jeglicher Art.“ Dies bedeutet, dass die Marinesoldaten jederzeit bereit sein müssen, potenzielle Bedrohungen aus der Luft, zu Wasser sowie Unterwasser abzuwehren.

Allerdings herrscht derzeit keine konkrete Bedrohung für Besatzung und Schiff. Für den Fall unerwarteter Probleme auf der „Cape Ray“ ist die Besatzung gut gerüstet. „Wir haben alle Maßnahmen zum Eigenschutz ergriffen und befinden uns mit der „Augsburg“ auf einem Schiff, das seine Besatzung, auch baulich, hervorragend gegen Zwischenfälle bei der Hydrolyse schützt“, erklärt der Bremerhavener.

Bei der Hydrolyse werden chemische Waffen durch Zugabe von heißem Wasser und weiteren Substanzen in ihre Bestandteile zersetzt, so dass anschließend ungefährlicher Industriemüll zurück bleibt.

Knapp 2,5 Seemeilen entfernt - die „Cape Ray“ im Blick der „Augsburg“ (Quelle: Bundeswehr/Christian Kruse)

In der Einsatzplanung werde davon ausgegangen, „dass der Hydrolyseprozess bis zu 90 Tage andauert. Es kann aber auch sein, dass es schneller geht“, sagt Mascow. Die Dauer des Einsatzes sei unter anderem abhängig vom Seegang, weil die Flüssigkeiten „immer anfällig für Bewegungen“ seien, ergänzt der Kommandant. Geplant sei aber, die Hydrolyse rund um die Uhr laufen zu lassen.

Völkerrechtliche Grundlage für den Einsatz ist die Resolution 2118 (2013) vom 27. September 2013 des VN-Sicherheitsrates. Darin werden die Mitgliedstaaten zu Beiträgen zur Unterstützung und Absicherung der gemeinsamen Mission von Vereinten Nationen (VN) und der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) aufgerufen. Ziel ist es, die syrischen Chemiewaffen zu vernichten.

Deutschland kann sich gemäß der Mandatierung durch den Deutschen Bundestag mit bis zu 300 Soldaten bis zum Ende der Operation, längstens jedoch bis zum 31.Dezember 2014, beteiligen.