Operation Atalanta

 


EEGV „Berlin“ wird aus Wilhelmshaven verabschiedet (Quelle: 2014 Bundeswehr / Dirk Jechow)

Nach einem etwa zweiwöchigen Transit in das Einsatzgebiet, wird die „Berlin“ unter dem Kommando von Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm, im Juli den Betriebsstofftransporter „Rhön" ablösen. Gemeinsam mit dem derzeitigen Flaggschiff von Atalanta, der Fregatte „Brandenburg", sowie weiteren Schiffen aus Spanien und den Niederlanden, wird der Einsatzgruppenversorger sich am Kampf gegen die Piraterie am Horn von Afrika beteiligen. „Meine Besatzung und ich freuen uns auf den uns übertragenen Auftrag am Horn von Afrika, die Schiffe des World Food Programme zu schützen. Es werden fordernde Wochen und Monate auf uns zukommen, aber meine Besatzung ist hoch motiviert, gut vorbereitet und wird den Anforderungen vollends gewachsen sein“, sagte Rosenbohm mit Blick auf den bevorstehenden Einsatz.

Unterstützung im Einsatz

Auslaufen der „Berlin“ Richtung Horn von Afrika (Quelle: 2014 Bundeswehr / Dirk Jechow )

Mit an Bord befinden sich zwei Mehrzweckhubschrauber vom Typ „Sea King“. Diese sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Reichweite das erweiterte Auge und der verlängerte Arm der „Berlin“. Sie sind z.B. in der Lage, ein Bordingteam auf einem zu durchsuchenden Schiff aufzusetzen und den Soldaten aus der Luft Unterstützung und Schutz zu geben.

Neben der Patrouille im Einsatzgebiet und der Begleitung von hilfebedürftigen Schiffen, kommt der „Berlin“ noch eine besondere Rolle zu: Als Versorgungsschiff ist sie in der Lage, andere Marineschiffe mit Kraftstoff, Ersatzteilen und Verpflegung zu beliefern. Dadurch wird deren Reichweite und Verweildauer auf See deutlich erhöht.

Voraussichtlich Ende Oktober werden Schiff und Besatzung zurück in Wilhelmshaven erwartet.