Bericht von der163. Auslandsausbildungsreise der „Gorch Fock“

 

Kurz nach dem Auslaufen werden die Segel gesetzt (Quelle: 2014 Bundeswehr / Achim Winkler)

Nachdem wir planmäßig gegen 10 Uhr den Hafen von Portimao verließen, ging es erneut auf das offene Meer hinaus. Das nächste Ziel hieß Porto in Portugal. Den ersten Tag legten wir unter Maschine zurück, da uns der Wind zunächst nicht wunschgemäß in die Segel blies. Für die meisten Kameraden war dies recht angenehm, bedeutete es doch für uns Kadetten keine Segelwache und dementsprechend ein ausreichendes Maß an Schlaf.

Leidgeplagt waren erneut all jene, denen der Seegang unter Maschine, verbunden mit den ständigen Auf- und Abbewegungen des Schiffes - auch Stampfen genannt - erneut zu schaffen machte. Sich abzulenken wurde uns als die Wunderheilung gegen Seekrankheit empfohlen und Ablenkung gab es auch auf dem zweiten Reiseabschnitt sehr reichlich.

Offizieranwärter schauen sie das Plott der Schadenabwehrübung an (Quelle: 2014 Bundeswehr / Segelschulschiff „Gorch Fock“

Da standen zunächst einmal wieder Unterrichtungen zum Thema Wetter, Seemannschaft, Knotenkunde und Seesack nähen auf dem Dienstplan. Aber auch das Verhalten im Brandfall wurde im Rahmen einer ‚Feuerrolle‘ geübt und gefestigt. Obligatorisch und unerlässlich auf einem Schiff wie die „Gorch Fock“ ist natürlich das Fahren von Manövern unter Segeln. Dass Kommandos wie „Klar zum Anluven“ oder „Klar zum Abfallen“ verstanden werde, durften wir deswegen zum einen in der täglichen Praxis als letzten Endes auch in der schriftlichen Prüfung ‚Seemannschaft‘ unter Beweis stellen

.Zusammenpacken der Großobermars (Quelle: 2014 Bundeswehr / Segelschulschiff „Gorch Fock“)

Auch wenn uns Porto nach sechs Tagen auf See mit einer ordentlichen Portion Schlechtwetter und Regen begrüßte, konnte dies unsere Laune nicht trüben. Ebenso wenig wie die 32 Paletten Getränke und Lebensmittel, die darauf warteten, an Bord verladen zu werden.

Am Ende dieser Etappe stand das gute Gefühl, wieder einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir nun auf den letzten Abschnitt unserer Auslandsausbildungsreise. Freudig und neugierig, erwartungsfroh auf alles was noch kommen mag auf der einen Seite. Aber auch ein wenig wehmütig darüber, dass die Zeit auf der „Gorch Fock“ in weniger als zwei Wochen schon für uns vorbei sein wird.

Der Leistungsnachweis „Seemannschaft“ wird geschrieben (Quelle: 2014 Bundeswehr / Segelschulschiff „Gorch Fock“)