Gemeinsame Manöver beiUNIFIL

 

Das Schnellboot „Wiesel“ im Hafen von Limassol (Quelle: Bundeswehr/PAO UNIFIL)

Um 05:00 Uhr morgens verlässt die Crew den „Heimathafen“ Limassol um in der „Area of Maritime Operations“ (AMO) ihren Auftrag wahrzunehmen. Zur Seeraumüberwachung und der Ausbildung der libanesischen Marine kommen gemeinsame Manöver innerhalb der „Maritime Task Force“ (MTF) hinzu.

Nach fünf Stunden erreicht das Boot unter dem Kommando von Korvettenkapitän Gunnar M. den Hafen von Beirut. Das Einlaufen findet unter speziellen Sicherungsmaßnahmen statt. Der Kommandant erläutert: „Schiffe, die einen Hafen anlaufen, sind bei der Ansteuerung und im Hafengebiet am verwundbarsten.“ Insbesondere vor dem Hintergrund der gestiegenen Zahl von Anschlägen im Libanon soll eine schnelle und effektive Reaktion auf plötzlich auftretende, asymmetrische Bedrohungen sichergestellt werden. Nach einem kurzen Hafenaufenthalt läuft das Schnellboot wieder aus.

Wiesel schleppt erfolgreich ab

Für die Mannschaft steht eine Übung mit dem Patrouillenboot „Madhumati“ aus Bangladesch auf dem Programm. Beide Besatzungen üben das Manöver „Schleppen und geschleppt werden“. Nach einigen Übungsdurchgängen wird das Manöver „scharf“ gefahren. Das deutsche Schnellboot beweist ausreichend Zugkraft und schleppt die anderthalbmal so schwere „Madhumati“ erfolgreich ab.

Schnellboot wird zum Frachter


Auffinden und Durchsuchen einer Person (Quelle: Bundeswehr/PAO UNIFIL)

Eine Boardingübung mit dem brasilianischen Flaggschiff der MTF, der „Liberal“ folgt. Das „Wiesel“ nimmt die Rolle eines zivilen Frachters ein und soll vom brasilianischen Boarding-Team überprüft werden. Besatzungsmitglieder des Schnellbootes stellen zivile Seeleute dar, mehrere Bereiche des Bootes wurden vorher für Durchsuchungen präpariert. Aufgrund seines verdächtigen Verhaltens wird der „Frachter“ zum Stoppen aufgefordert, das Einsatzteam der Brasilianer kommt per Speedboot an Bord. Fiiktive Schiffspapiere werden eingesehen bevor das eigentliche Boarding beginnt.

Das brasilianische Boardingteam mit den „ zivilen Seeleuten“ aus Deutschland (Quelle: Bundeswehr/PAO UNIFIL)

Zum Schluss kann die Übung als Erfolg gewertet werden - alle Ziele wurden erreicht. Für den „Wiesel“ geht’s wieder auf Patrouille. An den letzten beiden Tagen dieser Fahrt steht die Seeraumüberwachung wieder im Fokus. Dazu kommt nach diesen Manövern das gute Gefühl, dass sich die Schiffe und Boote bei UNIFIL aufeinander verlassen können.