„The sea makes us one“

 

Die „Hessen“ (vorn) bei der gemeinsamen Übung (Quelle: 2014 Bundeswehr / PAO Atalanta)

Zum Manöver kam es, nachdem die „Hessen“ Mitte Februar in die Rettung eines lebensgefährlich verletzten Seemannes von einem südkoreanischen Fischerboot eingebunden war. Nach einer Notoperation an Bord der Fregatte konnte er zivilen Rettungskräften im Oman übergeben werden.

Bei einem gemeinsamen Hafenaufenthalt in Salalah (Oman) trafen sich der südkoreanische Zerstörer und das deutsche Schiff. Auf Einladung des südkoreanischen Kommandanten und unter Führung von Fregattenkapitän Dirk Jacobus, dem Kommandanten der „Hessen“, besuchte am 23. Februar eine deutsche Abordnung die „Kang Gam Chan“. Zu den Besuchern zählten vor allem die an der Rettungsaktion beteiligten deutschen Soldaten. Die südkoreanische Besatzung berichtete, dass der verletzte Seemann noch am gleichen Tage aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte und mittlerweile wieder an Bord seines Fischerbootes sei.

Formationsfahrt im Golf von Aden (Quelle: 2014 Bundeswehr / PAO Atalanta)

Übungsstart nach gegenseitigem Besuch

Nach einem Gegenbesuch am Folgetag vereinbarten beide Einheiten eine gemeinsame Übung im Seegebiet durchzuführen. Ein solches Manöver dient stets als Zeichen der Verbundenheit und stellt eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch im Rahmen des gemeinsamen Anti-Piraterie-Auftrages dar.

Einen Tag nach dem Auslaufen trafen sich beide Schiffe vor der Küste des Jemen. Die Begegnung begann mit einem so genannten Sailpast (einer Vorbeifahrt) und der militärischen Begrüßung und gegenseitigen Ehrerweisung beider Schiffe. Nach einer Kommunikationsübung zwischen den beiden Operationszentralen folgte am Nachmittag eine Formationsfahrt. Dabei führten beide Schiffe bei geringem Abstand koordinierte Kurs- und Fahrtänderungen durch, unter Begleitung der jeweiligen Bordhubschrauber aus der Luft.

Ein südkoreanischer Soldat entert die „Hessen“ (Quelle: 2014 Bundeswehr / PAO Atalanta)

Die „Hessen“ wurde befreit

Es folgte der Höhepunkt des Manövers, eine gemeinsame Anti-Piraterie-Übung. Dabei stellte die „Hessen“ ein gekapertes Frachtschiff dar und wurde von dem Boardingsicherungsteam des südkoreanischen Schiffes in unterschiedlichen Szenarien befreit. Ein persönlicher Erfahrungsaustausch beider Kommandanten an Bord der „Hessen“ beendete den Übungstag.

Fregattenkapitän Jacobus fasste die Übung anschließend zusammen: „Wir haben diesen Tag nutzen können, um die Kooperation im Kampf gegen die Piraterie zu stärken. Alle Übungen, aber vor allem der direkte Erfahrungsaustausch und die Abstimmung zwischen den Einheiten haben erheblich dazu beigetragen, das Netz der Zusammenarbeit am Horn von Afrika dichter werden zu lassen“.

Nach dem Ende des Manövers befinden sich beide Schiffe wieder im Rahmen ihrer jeweiligen Aufträge im Seegebiet.

Die deutsche Delegation an Bord des Zerstörers (Quelle: 2014 Bundeswehr / PAO Atalanta)

Die beiden Kommandanten nach der Übung (Quelle: 2014 Bundeswehr / PAO Atalanta)