Home

Wissenswertes

Wissenswertes rund um die Schnellboot und Tenderfahrer. Viel Spass beim Stöbern

 

Kein altes Eisen: 200 Jahre Eisernes Kreuz

Quelle: Berlin, 07.03.2013, Militärhistorisches Museum der Bundeswehr.

Vor 200 Jahren stiftete Preußenkönig Wilhelm III. eine Auszeichnung für Verdienste des Bürgers an seinem Land. Wechselvoll wie die Geschichte Deutschlands war auch die Geschichte dieses Eisernen Kreuzes. Doch die Werte, für die es steht, gelten noch heute. Deshalb ist es das Hoheitsabzeichen der Bundeswehr.

Geschichte und Gegenwart: Vom preußischen Orden zum Symbol der Bundeswehr (Quelle: Wikimedia Commons/Bundeswehr)

Am 17. März 1813 wandte sich erstmals ein König von Preußen direkt an sein Volk, um es zur Unterstützung in einem militärischen Konflikt aufzurufen. Bereits am 10. März, am Geburtstag seiner verstorbenen Gemahlin Luise, stiftete dieser Monarch, Friedrich Wilhelm III., mit dem Eisernen Kreuz eine Auszeichnung, die von jedem Soldaten und Bürger erworben werden konnte, der sich in besonderer Weise im militärischen Einsatz und um den Staat verdient machte.

Friedrich Wilhelm griff damit eine Idee Napoleons auf. Dieser hatte 1802 mit der Ehrenlegion eine „demokratische“ Ordensgemeinschaft für alle Staatsbürger geschaffen – unanbhängig von Rang und Stand.

Kein edles Metall

Die schlichte Gestaltung eines Kreuzes in den Farben des mittelalterlichen Deutschritterordens und Preußens betonte den Ernst der Lage Preußens in der „eisernen Zeit“ von 1813 und den „heiligen“ Charakter des anstehenden Befreiungskrieges gegen die Vorherrschaft Napoleons über Preußen und Deutschland. Friedrich Rückert dichtete: „... würdiglich vom ernsten Vaterlande, statt Golds und Silbers ward erhöht das Eisen“.

1813-1815 wurde das Eiserne Kreuz in zwei Klassen und als Großkreuz verliehen. Gebhard Leberecht von Blücher war 1815, als Sieger von Waterloo, der Empfänger einer Sonderausführung des Eisernen Kreuzes, die nach ihm benannt wurde. Dieser „Blücherstern“ kombinierte das Zeichen des Ordens vom Schwarzen Adler mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Die Ordensspange des Großherzogs Friedrich des I. mit dem Eisernem Kreuz von 1870 (Quelle: Wikimedia Commons)

Aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass der Nimbus des Kreuzes seine heute wahrgenommene Strahlkraft erst im späteren 19. Jahrhundert entwickelte. Veteranen schätzten es vor allem deswegen, weil es in seiner charakteristischen Form und Farbgebung unmissverständlich davon kündete, dass der Träger an den Befreiungskriegen teilgenommen hatte. Langfristig etablierte sich das Eiserne Kreuz jedoch als universelles Sinnbild für preußischen Soldatenmut und Königstreue. Da es gleichzeitig die Kopfbedeckungen der Landwehr und von Reservisten zierte, verwies das Eiserne Kreuz auch auf die Verankerung der Wehrpflicht im preußischen Wehrwesen und nach 1871 auch im Wehrwesen der anderen deutschen Staaten.

Die Verleihungen des Eisernen Kreuzes sollten nach dem Willen Friedrich Wilhelms III. auf die Dauer der Befreiungskriege beschränkt sein. Dennoch wurde die markante Tapferkeits- und Verdienstauszeichnung 1870 und nochmals 1914 neu gestiftet, also in Situationen, in denen sich Preußen und Deutschland existenziell bedroht wähnten.

Vereinnahmt vom NS-Regime

Vom Norddeutschen Bund bereits in der Kriegsflagge gezeigt, avancierte das Eiserne Kreuz im Gefolge des Deutsch-Französischen Krieges zum gesamtdeutschen Militärsymbol. In der Zwischenkriegszeit spielte es in der Heraldik der Reichswehr eine wichtige Rolle, aber auch in bei öffentlichen Auftritten rechtskonservativer Kriegerbünde.

Symbol einer modernen Armee: Das Eiserne Kreuz auf einem Tornadojet (Quelle: Bundeswehr/Stachowiak)

Die Akzeptanz des ehemals preußischen Kreuzes als militärisches Nationalsymbol veranlasste die Machthaber nach 1935 zu seiner Adaption für die Gestaltung von Truppenfahnen der Wehrmacht und zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zur Neustiftung des Eisernen Kreuzes. Seine nationalsozialistische Vereinnahmung war durch das Aufbringen eines Hakenkreuzes auf dem Avers augenfällig.

Dieser Missbrauch des Kreuzes der nationalsozialistischen Herrschaft und im Kontext des deutschen Vernichtungskrieges 1939 bis 1945 überlagerte für geraume Zeit den ursprünglichen Sinngehalt des Eisernen Kreuzes.

Ausdruck von Bürgermut

Letztlich erwies sich die Intention der Stiftergeneration jedoch als wirkungsmächtiger. Derzufolge stand das Eiserne Kreuz nicht für Militarismus und obrigkeitliche Willkür, sondern im Gegensatz dazu für die staatsbürgerliche Pflicht und die Bereitschaft des Volkes, seine Rechte und Freiheiten zu verteidigen. Des Weiteren erinnerte es an die Legitimität einer bewaffneten Auflehnung gegen Unterdrückung und Tyrannei.

Eingedenk dessen wurde es als Symbol für die 1955 aufgestellten Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland ausgewählt. Am 1. Oktober 1956 ordnete Bundespräsident Theodor Heuss die „Kennzeichnung der Luftfahrzeuge und Kampffahrzeuge der Bundeswehr“ mit einem „schwarzen Kreuz mit weißer Umrandung“ an.

Die Bundeswehr hat sich seitdem oft gewandelt. Das Eiserne Kreuz ist aber ihr unverwechselbares Markenzeichen geblieben.

30 Gründe

Über die

30 Möglichkeiten das Marineleben zu Hause zu erleben

von Jim Lutz in sci.military.naval

1.Vergessen Sie erst mal Ihre Familie. Die einzige Möglichkeit zu kommunizieren ist mit irgendwelchen Zetteln, die Ihre Nachbarn mehrere Tage zurückhalten.

2.Umscharen Sie sich mit mindestens 200 Leuten, die Sie entweder nicht kennen oder nicht mögen, Leute, die rauchen, schnarchen wie ein rostiger LKW, der die Alpen bezwingen will und Leute, die eine Sprache benutzen, die sogar für Kleinkinder zu dreckig ist.

3.Entfernen Sie Ihren Radio und Fernseher, schneiden Sie sich also von der Außenwelt ab. Lassen Sie sich irgendwelche Zeitungen von Ihren Nachbarn geben. Am Besten solche, die schon mindestens Fünf Jahre alt sind, damit Sie auf dem "neuesten" Stand des Weltgeschehens sind.

4.Überwachen Sie stündlich alle lebenswichtigen Instrumente (z.B. Stecker, Lichtschalter, usw.)

5.Spülen Sie Ihre Toilette für mindestens fünf Tage nicht. Wetten, dass Sie es schaffen einen Geruch zu kreieren, den auch 40 Leute in einer Stunde schaffen !

6.Schließen Sie Ihr Badezimmer zweimal täglich für jeweils vier Stunden ab.

7.Tragen Sie nur noch Uniform.

8.Schneiden Sie jede Woche Ihre Haare und jedesmal etwas kürzer und das solange, bis Sie aussehen, als hätten Sie einen Kampf mit einem Schaaf verloren.

9.Arbeiten Sie täglich 19 Stunden und schlafen Sie nur vier, solange, bis es Ihrem Körper egal ist, ob es Tag oder Nacht ist.

10.Hören Sie Ihre Lieblings-CD zwei Wochen lang den ganzen Tag. Danach irgend ein Geklimper bei dem sich Ihre Ohren von alleine verschließen. Et voila, Sie werden die CD, die Sie zu hassen begonnen haben wieder LIEBEN.

11.Befestigen Sie eine Hängematte mindestens 1.5 m hoch. Dann legen Sie irgendein totes Tier darunter. Dieser Geruch wird annaehrend an eine schweißnasse Socke Ihres Kameraden herankommen.

12.Stellen Sie Ihren Wecker in der ersten Stunde Schlafes auf alle 10 Minuten, um den Flair eines Decks zu bekommen, indem ständig irgendwelche Rondengänger oder Wachhabende herumtölpeln und Sie wecken. Stellen Sie nun Ihr Bett für die restlichen drei Stunden auf irgendeine wankende Unterlage. Benutzen Sie z.B. eine Kirchturmuhr, um zufällige Alarme zu simulieren.

13.Lassen Sie sich eine Woche altes Obst und Gemüse liefern, welches Sie noch mindestens zwei Wochen an einem warmen Platz aufbewahren, bevor Sie es essen.

14.Schütten Sie in Ihr Essen alles, was die Küche hergibt, oder auch nicht hergibt, und versuchen dann alles in wenigen Minuten herunter zu schlingen.

15.Schalten Sie immer wieder mal die Hauptsicherung aus, und rennen Sie dann "Feuer, Feuer" brüllend durchs Haus. Danach können Sie die Sicherung wieder anstellen.

16.Fluten Sie mindestens einmal pro Monat Ihr Zimmer.

17.Kaufen Sie sich eine Gasmaske und schmieren Sie ranziges Tierfett hinein. Bearbeiten Sie danach die Sichtgläser mit Stahlwolle, bis Sie irgendwelche Umrisse nicht mal mehr erahnen können. Tragen Sie diese Gasmaske dann mindestens alle fünf Tage, also genau der Zeitraum, nachdem Sie sich mal wieder im Badezimmer blicken lassen sollten.

18.Lernen Sie alle Bedienungsanleitungen für Ihre Haushaltsgeräte auswendig. Zum Testen Ihres Wissens, nehmen Sie dann alle auseinander und setzen Sie sie dann mit verbundenen Augen wieder zusammen.

19.Entfernen Sie alles dekorative wie Pflanzen, Poster usw. Statt dessen bemalen Sie Ihre Wände mit weißer oder grauer Farbe, oder mit etwas, das nach Krankenhaus riecht.

20.Kaufen Sie sich 50 Klopapierrollen und schließen diese bis auf zwei weg. Gehen Sie aber auf Nummer sicher, dass eine der Zwei ständig durchweicht ist.

21.Hauen Sie sich alle zwei Tage einen Hammer auf die Rübe, um das Feeling der niedrigen Decken und Türen kennen zu lernen.

22.Brot für Stullen, in Fachkreisen auch Knifften genannt, lassen Sie am Besten erst mal ein paar Tage austrocknen.

23.Alle 10 Tage müssen Sie einen neuen Hafen besuchen, d.h. Sie ziehen sich Ihre besten Klamotten an und treiben sich in den dunkelsten Ecken Ihrer Stadt rum, gehen in eine Spelunke und trinken das teuerste Bier und fahren dann total zugesoffen wirkend mit einem Taxi nach Hause, das irrsinnige Umwege fährt und Sie mindestens das doppelte zahlen müssen.

24.Trinken Sie frische Milch nur alle acht Tage, das heißt also, wenn Sie im Hafen waren.

25.Halten Sie die Temperatur Ihres Badezimmers auf lauschigen 2 Grad.

26.Schließen Sie Ihren Wasserboiler an ein Gerät an, welches gewährleistet, dass das Wasser entweder nur tropft oder in unerträglichen Massen kommt, und vor allem zwischen 2 und 95 Grad variiert.

27.Benutzen Sie nur Riesenlöffel, die mindestens die halbe Tasse aufnimmt.

28.Reparieren Sie monatlich Ihre Wohnung. Egal ob es notwendig ist oder nicht.

29.Erinnern Sie sich jeden Tag an diesen Satz: "Es ist nicht nur ein Job, es ist ein Abenteuer !"

30.Mischen Sie Kerosin in Ihren Wassertank, um den Geschmack von aufbereitetem Salzwasser zu bekommen. Wenn Sie Kaffee trinken, ein Streichholz darüber halten und es nicht explodiert, schütten Sie am Besten noch etwas Kerosin nach.

Ausgemustert

Flugkörperschnellboot TIGER-Klasse (148)

Diese Boote sind seit gut 25 Jahren im Dienst und waren ursprünglich für die Überwasserkriegführung in Nord- und Ostsee konzipiert. Zwischenzeitlich sind sie mehrfach nachgerüstet worden, um den neuen Herausforderungen, beispielsweise für Einsätze im Mittelmeer oder dem Atlantik, gewachsen zu sein.



Ein Flugkörperschnellboot der Tiger-Klasse

Ausgerüstet mit verschiedenen Radar-und Feuerleitanlagen konnten gegnerische Einheiten frühzeitig aufgeklärt und bekämpft werden. Der automatisierte LINK 11-Datenfunk diente der schnellen Lagebildübermittlung. Zum Eigenschutz standen elektronische Störmaßnahmen, Radarscheinziele und Infrarot-Täuschkörper zur Verfügung.

Technische Daten

* Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 47,0 m / 7,0 m / 2,7 m

* Einsatzverdrändung: 265 t

* Max. Geschwindigkeit: 36 kn

Antriebsanlage

* 4 Dieselmotoren mit 8800 kW / 12000 PS, 4 Antriebswellen

Bewaffnung

* 1x 76 mm OTO-Melara Geschütz

* 1x 40 mm Bofors Geschütz

* 4x Seezielflugkörper MM 38 EXOCET

* Minenlegekapazität

Ausrüstung

* Seeraumüberwachungsradar

* Navigationsradar

* Radar-, Führungs- und Waffenleitsystem PALIS

Besatzung

* 30 Personen

ehemalige Einheiten, Geschwader und Standorte

P 6146 S46 FUCHS 5. Schnellbootgeschwader in Olpenitz

P 6148 S48 LÖWE 5. Schnellbootgeschwader in Olpenitz

P 6156 S56 DOMMEL 5. Schnellbootgeschwader in Olpenitz

P 6157 S57 WEIHE 5. Schnellbootgeschwader in Olpenitz



Schnellboot ALBATROS-Klasse (143)

Die Schnellboote der ALBATROS-Klasse sind mit vier EXOCET Flugkörpern und zwei 76mm Geschützen ausgerüstet.. Die Feuerleitanlagen erlauben die Bekämpfung von vier Zielen zur gleichen Zeit und sichern den Booten zusammen mit den Radarscheinzielen und Infrarot-Täuschkörpern eine gute Durchsetzungs- und Überlebensfähigkeit. Diese wird durch eine Ausrüstung zur elektronischen Kampfführung weiter erhöht. Ebenso wie die anderen Schnellbootklassen sind auch die ALBATROS-Boote in der Lage, mit anderen Kriegsschiffen, dem Marine-hauptquartier sowie den AWACS-Frühwarnflugzeugen eine Datenfunkverbindung in Echtzeit herzustellen.

schnellboote_der_albatros-klasse


Schnellboote der ALBATROS-Klasse (143)

Technische Daten

* Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 57,6 m / 7,8 m / 2,6 m

* Einsatzverdrändung: 398 t

* Geschwindigkeit: 40 kn

Antriebsanlage

* Leistung: 13.235 kW (18.000 PS)

Bewaffnung

* 2x 76 mm OTO-Melara Geschütze

* 4x Seezielflugkörper MM 38 EXOCET

Ausrüstung

* Seeraumüberwachungsradar

* Navigationsradar

* Automatisiertes Gefechts- und Informationssystem für Schnellboote (AGIS)

* Radarerfassungs- und Täusch-/ Störanlage (OCTOPUS)

* Funksende- und Empfangsanlagen

Besatzung

* 40 Personen

ehemalige Einheiten, Geschwader und Standorte

P6111 S61 ALBATROS

P6112 S62 FALKE

P6113 S63 GEIER

P6114 S64 BUSSARD

P6115 S65 SPERBER

P6116 S66 GREIF

P6117 S67 KONDOR

P6118 S68 SEEADLER

P6119 S69 HABICHT

P6120 S70 KORMORAN

Die letzten beiden Schnellboote der ALBATROS-Klasse wurden am 13. Dezember 2005 im Warnemünder Marinestützpunkt HOHE DÜNE feierlich außer Dienst gestellt. Bei der Zeremonie, in der das Marinemusikkorps Ostsee unter anderem „It’s time to say good bye“ spielte, wurde den Beteiligten trotz eisigen Windes warm ums Herz.

Die Boote waren seit 1977 im Dienst der Deutschen Marine und wurden nun nach Tunesien verkauft. Nachdem Flaggen, Wimpel, Glocken und Namensschilder feierlich von Bord getragen waren, erklang die deutsche Nationalhymne. Anschließend wurden die Boote unter den Namen HASDRUBAL (ein ehemaliger karthagischer Feldherr) und GISCON (Herr der Handelsschiffe in Neu-Karthago) von der tunesischen Marine in Dienst gestellt.

Der Zeremonie wohnten als Gäste unter anderem hochrangige Vertreter der tunesischen Marine und Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung sowie der Chef des Stabes des Marineamtes und ehemaliger Kommandeur der Schnellbootflottille, Flottillenadmiral Hubert Haß, bei.

streichen_der_gosch


Das letzte Streichen der deutschen Gösch

In seiner Ansprache stellte der A3 der Schnellbootflottille, Kapitän zur See Matthias Kähler, die wechselvolle Geschichte der Boote heraus und übergab sie danach symbolisch an die tunesische Marine. Zahlreiche Besucher der Patenstädte Schönau am Königssee und Mühlheim an der Ruhr nahmen tief ergriffen Abschied von „ihren“ Booten.

Beim Ausmarsch der Besatzungen wurden die nun ehemaligen Kommandanten nach Art der Schnellbootfahrer mit weißen Sternen aus der Signalpistole verabschiedet. Sichtlich bewegt gingen danach die Besatzungen auseinander. Längst sind die Seesäcke gepackt und die Zukunft, ob militärisch oder zivil, geplant. Trotzdem wurde das eine oder andere Auge feucht, denn eine Ära ist jetzt unwiderruflich zu Ende gegangen.

Die letzten beiden Schnellboote der Klasse 143 und damit die letzten Einheiten mit der Fähigkeit zum Torpedoangriff gegen Überwasserziele sind außer Dienst gestellt und nach Tunesien verkauft. Damit werden Torpedos in der Deutschen Marine nur noch von Ubooten und Fregatten sowie Ujagdflugzeugen und –hubschraubern eingesetzt. Schnellboote mit diesen Eigenschaften, welche ja eigentlich "die Torpedoträger" waren, sind nun Geschichte.

Die Klasse 143 oder ALBATROS-Klasse ist nach dem ersten Boot S61 ALBATROS benannt. Insgesamt wurden zehn Boote dieses Typs von den Bauwerften Lürssen in Bremen-Vegesack und Kröger in Rendsburg an die Marine abgeliefert und zwischen 1976 und 1977 in Dienst gestellt. Sie lösten damit die noch aus den fünfziger 50er Jahren stammende SEEADLER-Klasse (Klasse 141, ähnlich wie JAGUAR-Klasse, Klasse 140) ab, die als Hauptbewaffnung über vier Torpedorohre und zwei 40 mm-Geschütze verfügen.

Daran wird deutlich, dass die Priorität der neuen ALBATROS-Klasse nicht mehr bei der Torpedobewaffnung, sondern bei den Flugkörpern MM38 EXOCET lag. Daher stammt auch der Fachbegriff Flugkörperschnellboot. Die Boote, deren Rümpfe aus vierfach verleimten Holz bestehen, bekamen ihre Raubvogelnamen erst mit einem Befehl vom 18.01.1982. Die Baukosten der gesamten Bootsklasse beliefen sich auf seinerzeit 938 Mio. DM.

Die Antriebsanlage war mit vier schnelllaufenden 16 Zylinder-Diesel-Motoren so dimensioniert, dass sie Fahrleistungen bis zu 40 Knoten ermöglichte. Die vier Motoren, die fast baugleich in Lokomotiven der Deutschen Bahn im Einsatz sind, haben eine Spitzenleistung von insgesamt 18.000 PS und wirken auf vier Wellen. Die Bewaffnung besteht neben den zwei Torpedorohren und vier Startern für die EXOCET-Flugkörper aus zwei 76 mm-Artilleriegeschüzen OTO-Melara, der Täuschkörperwurfanlage HOT-DOG zur Flugkörperabwehr und der Düppelausstoßvorrichtung WOLKE.



Quelle PIZ

Der Admiral

Admiral : ist ein Titel für die Führer einer Flotte (arabisch : amir al bahr = Flottenführer)

Admiral wurde später die höchste Dienstgradgruppe in den Seestreitkräften und ist auf der Stufe der Generale einzuordnen.

Die Griechen nannten im 10. und 11. Jahrhundert ihren Flottenführer Ameralios. Der Titel Admiral wurde im 12.Jh. als erstes den Flottenführern Genuas und Siziliens gegeben,

Anfang des 13.Jh folgten diesem Beispiel Frankreich und England, wenig später die anderen seefahrenden Nationen Europas. Nur der türkische Befehlshaber behielt seinen Namen Kapudan-Pascha.

Mit der Aufteilung der verschiedenen Schiffsklasssen bei den Segel-Kriegsschiffen und der damit verbundenen Taktiken wie der Linientaktik entstanden drei Abstufungen :

Der Admiral befehligte als Flottenchef das Zentrum der Formation,

der Vize-Admiral die gesamte Vorhut und der Konteradmiral (Contre- A. , engl. Rear-A; in den Niederlanden Schout bij Nacht) befehligte die Nachhut (the rear)

Da die Admirale als Zeichen ihres Ranges eine entsprechende Flagge im Top der Masten führten werden sie aus diesem Grund auch Flaggoffiziere genannt. Ein Admiral führte die Flagge im Großmast, ein Vize-Admiral im Fockmast, ein Konter-Admiral im Besanmast.

In der preußischen Marine erhielt Prinz Albert von Preussen 1855 den Titel Admiral der preussischen Küsten. Ab 1900 gab es zusätzlich den Großadmiral, was dem Generalfeldmarschall des Heeres entsprach.

In der Reichsmarine der Weimarer Republik wurde auf diesen Titel verzichtet

Die Kriegsmarine der Wehrmacht führte 1938 den Dienstgrad Generaladmiral ein, der dem Generaloberst des Heeres entsprach. 1939 wurde Admiral Dr. h.c. Erich Raeder zum ersten Großadmiral der Kriegsmarine ernannt.

Nach dem Aufbau der Bundesmarine wurden die Dienstgrade Admiral, Vizeadmiral, Konteradmiral und Flotillenadmiral vergeben